1. Februar 2018

Ilinx

Ilinx

Ilinx. Unter diesem Begriff fasst Roger Caillois in seinem Werk “Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch” das rauschhafte Spiel zusammen. Es geht dabei um körperliche Drehbewegungen, Fallen, Springen, Rollen usw., um damit den Körper in einen ekstatischen Zustand des Außersichseins und Schwindels zu bringen und temporäre Desorientierung hervorzurufen. Vgl. Caillois, Roger; Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch; Ullstein Materialien; 1982; S. 19. Übertragen auf die Arbeit mit dem Gegenstand des Computerspiels bedeutet dies, sichere Marker der Orientierung für den Moment aus den Augen zu verlieren, um so neue Herangehensweisen auszuloten. Bewusst werden Dinge durcheinandergewürfelt, wird mit den Untersuchungsgegenständen auf ungewohnte Weise hantiert, werden Störungen provoziert, um Beobachtungen am Ende idealerweise für den Erkenntnisgewinn wieder zu verdichten.

Ilinx | Magazin für Computerspielforschung und Spielkultur trägt Arbeiten verschiedenster Formen von jungen Forschern und Studenten zusammen, die sich aus ihrer je eigenen Perspektive dem Gegenstand Computerspiel annähern. Ilinx bietet damit einen Raum für experimentelle Fragestellungen und versteht sich als ein Anlaufpunkt für die in Deutschland vergleichsweise noch wenig ausgeprägte Computerspielforschung.

Initiiert wurde das Projekt ausgehend von der Arbeitsgemeinschaft Game Studies der Bauhaus-Universität Weimar von Dominic Brakelmann und Arvid Kammler. Dominic Brakelmann studierte von 2011 bis 2015 Literatur- und Kulturwissenschaft, sowie Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an der Technischen Universität Dresden. Seit dem Sommersemester 2015 studiert er Medienwissenschaft an der Fakultät Medien der Bauhaus Universität Weimar. Er ist wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Medienphilosophie. Arvid Kammler studierte von 2010 bis 2014 Medienkultur, sowie von 2014 bis 2016 Medienwissenschaft an der Bauhaus-Universität Weimar. Seit 2018 promoviert er dort zum Thema “Körperräumlichkeit des Computerspiels”.

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